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B-Junioren Conti Pokal (Niedersachsen-Pokal) U17

JFV A/O/Heeslingen – VfL Osnabrück 2:5

Hochklassiger Fußball am Vatertag in Barsinghausen. Die B-Junioren Regionalligistigen JFV A/O/Heeslingen „Das Original“ und der VfL Osnabrück – Youngsters lieferten sich im Finale des Niedersachsenpokals eine sehenswerten Kampf. Am Ende setzte sich der VfL mit 5:2 durch. Zur Halbzeit stand es noch 1:0 für den JFV, wurde aber binnen 10 Minuten gleich zu Beginn der zweiten Hälfte eiskalt erwischt.
Toller Jugendfußall verdient tolle Bilder, die ihr hier einblicken könnt.

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Das schrieben die Zeitungen

Quelle: Stader Tageblatt

Große Enttäuschung nach Finalpleite

A/O/H-Spieler Antonio Mendes schleicht mit gesenktem Kopf davon, während die Osnabrücker ihren Sieg feiern. Fotos: Struwe

BARSINGHAUSEN. Die U17-Regionalligist JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen hat ihre großartige Fußballsaison nicht krönen können. Im Finale des Niedersachsenpokals unterliegt der JFV dem Ligakonkurrenten VfL Osnabrück mit 2:5. Die Enttäuschung ist groß.

Als der Abpfiff am Donnerstag ertönt im NFV-Stadion in Barsinghausen, sackt JFV-Spieler Phil Sarrasch auf Höhe der Mittellinie in sich zusammen. Die Tränen fließen. Yannick Viol und Maximilian Dahlke, das Trainergespann des JFV, gehen aufs Spielfeld, um ihre Spieler aufzurichten. Dahlke zieht Sarrasch mit aller Kraft hoch und umarmt ihn. Die Tränen fließen weiter.

Während die Mannschaft des VfL Osnabrück herzhaft und überschwänglich in der einen Spielfeldhälfte feiert, versammeln Viol und Dahlke ihre Truppe in der anderen. Viol sagt der Mannschaft, was sie schon weiß: Sie können stolz auf sich sein, er ist stolz auf sie, sie haben eine unglaubliche Saison gespielt, attraktiven Fußball gezeigt. In diesem Moment der Niederlage kann kein noch so wahres Lob über die Enttäuschung hinweghelfen. Auch Viol gesteht ein: „Das ist die bisher bitterste Niederlage für mich als Trainer. Das tut schon weh.“

Die Enttäuschung ist groß. Umso größer, weil sich der JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen berechtigte Chancen ausrechnen durfte auf den Pokalsieg. Der Regionalliga-Aufsteiger hat eine famose Hinrunde gespielt, war lange Zeit Tabellenerster und hat in beiden Ligaspielen den VfL Osnabrück besiegt (1:0 und 3:1). Zudem hat der JFV starke Pokalauftritte hingelegt. Im Viertel- und Halbfinale schaltete die Mannschaft mit viel Leidenschaft die beiden Bundesligisten Hannover 96 und Eintracht Braunschweig aus.

Und so beginnt A/O/H das Pokalfinale selbstbewusst und mit der Selbstverständlichkeit, das Spiel gegen den Ligakonkurrenten bestimmen zu wollen. Der VfL Osnabrück zieht sich in die eigene Hälfte zurück und lauert auf Konter. Das intensive Spiel des JFV ist kräftezehrend, besonders bei nicht ausbleibenden Ballverlusten – und in der prallen Sonne. Der Aufwand wird aber belohnt. In der 33. Minute zirkelt Maximilian Köhnken einen Freistoß in den Osnabrücker Fünfmeterraum. VfL-Torhüter Finn Philipp Popescu schreit „Torwart, Torwart“ und geht mit ausgestreckten Armen hoch. Jan Friesen springt vor seiner Nase ebenso hoch, ohne ihn zu bedrängen. Popescu lässt den Ball fallen und Leon Arizanov steht goldrichtig und schiebt ein. 1:0-Führung für den JFV. Mit dieser geht A/OH nach 40 Minuten in die Pause. Und mit einem guten Gefühl. „Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und das Spiel dominiert“, sagt Viol.

Osnabrück presst früh

Der VfL Osnabrück reagiert und wechselt zur zweiten Halbzeit Tom Bertelsmann und Elario Ghassan ein. Zudem agiert der VfL nicht mehr abwartend und geht früh ins Pressing. Die Osnabrücker zwingen A/O/H, dessen Credo es ist, von hinten heraus das Spiel aufzuziehen, schon an der Strafraumgrenze zu Fehlern. Nach nur zwei Minuten gleicht der eingewechselte Ghassan zum 1:1 aus. Wieder nur drei Minuten später trifft der andere, Bertelsmann, zum 2:1. Der VfL ist obenauf. Der JFV läuft hinterher. So auch Max Friesen, als er VfL-Spieler Henrik Berentzen im Strafraum foult. Georges Artur Baya Baya verwandelt sicher zum 3:1 (56.). Wieder nur drei Minuten später erhöht Bertelsmann auf 4:1. Der JFV A/O/H ist geschlagen. Daran ändert auch der Sonntagsschuss von Maximilian Köhnken zum 2:4 (68.) nichts mehr.

„Uns fehlte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit die Frische. Wir haben zu leichte, individuelle Fehler gemacht, und so etwas bestraft eine Topmannschaft wie Osnabrück halt eiskalt“, sagt Viol. Osnabrück sei zudem viel breiter aufgestellt und könne von der Bank immer noch Topleute nachlegen. Das bestätigt auch VfL-Trainer Oliver Kind: „Meine Mannschaft hat eine Riesenmoral bewiesen und in den zweiten 40 Minuten unheimlichen Druck gemacht. Die Jungs haben eine beachtliche Qualität und ermöglichen es mir, zu rotieren. Das hat sich heute ausgezahlt.“

Für den VfL Osnabrück ist es der vierte Titelgewinn nach 1985, 2010 und 2015. A/O/H bleibt der Trost, es erstmals ins Finale geschafft zu haben. Die Enttäuschung ist dennoch groß.


Quelle: Zevener Zeitung

Kalte Dusche nach der Pause

Nach der Finalniederlage war den U17-Fußballern des JFV A/O/Heeslingen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, zumal das Team von Trainer Yannick Viol (rechts) mit einer Führung in die Pause gegangen war. Doch schon die Finalteilnahme war eine enorme Leistung des Aufsteigers. Text: Krause

 

U17 des JFV A/O/Heeslingen kassiert nach dem Wechsel zwei schnelle Gegentore

Ein gutes Umschaltspiel sollte das Rezept des JFV gegen den Nachwuchs von der Bremer Brücke werden. Doch den Gegner jagen, griffig und eklig in den Zweikämpfen sein, war gar nicht erforderlich. A/O/Heeslingens Mittelfeld um Phil Sarrasch bestimmte vor der Pause über ein gutes Positionsspiel die Spielrichtung, hatte viel Ballbesitz und kreierte Chancen. JFV-Stürmer Jan Friesen traf per Kopf die Latte (13.) und nur drei Minuten später verzog Maximilian Köhnken nach einem Zuspiel von Innenverteidiger Luca Althausen knapp.

Auf der Gegenseite klärte Keeper Jakob Bertog souverän gegen Henry Uchtmann und Verteidiger Max Friesen warf sich in einen Schuss von Marc Auge (20./24.). Danach übernahm die Viol-Elf wieder die Spielkontrolle und belohnte sich mit dem 1:0. Einen Eckball von Köhnken ließ VfL-Torhüter Finn Popescu fallen, Leon Arizanov war zur Stelle und staubte ab (32.). „Wir führen verdient, jeder kämpft für jeden. Das sieht sehr gut für uns aus“, so Wechselspieler Tizian Backhaus, der allerdings in der zweiten Hälfte eine völlig andere Partie mitansehen musste.

Der Gegner änderte die Taktik, ging mit aggressivem Angriffspressing ins Spiel und erzielte nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff das 1:1 durch Elario Ghassan (42.). Doch damit nicht genug, denn Tom Bertelsmann erhöhte kurz darauf auf 2:1 (45.). Dabei packten Luca Althausen und Antonio Mendes nicht konsequent zu, Keeper Bertog ließ zudem die Kugel fallen. Der Torschütze staubte ab.

„Warum daddeln wir hinten so rum, anstatt den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen“, ärgerte sich Köhnken. Doch es kam noch bitterer, denn nach einem Foulspiel von Max Friesen an Henrik Berentzen entschied der gute Referee Geismann (Garbsen) auf Strafstoß (56.). Bertog hatte keine Chance gegen Georges Baya Baya. Mit dem 4:1 durch Bertelsmann war das Spiel dann endgültig entschieden (60.).

„Ruhephasen darf man sich gegen solch eine individuelle Qualität nicht leisten. Dadurch haben wir den Gegner richtig zur Entfaltung kommen lassen“, so Co-Trainer Maximilian Dahlke, der in der 68. Minute das 2:4 durch Köhnken notierte. Dann war es Leon Petö, der den 5:2-Endstand herstellte (79.).

„Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt und verdient geführt. Dann waren es 15 Minuten, die das Spiel entschieden haben“, so JFV-Trainer Yannick Viol.

„Die Mannschaft war in Hälfte eins von der Spielanlage besser, führte verdient. Dann sind wir total überrannt worden und haben schnell das Spiel aus der Hand gegeben“, so der JFV-Vorsitzende Carsten Schult. Und HSC-Trainer Hansi Bargfrede meinte. „Nach starken 45 Minuten war die Mannschaft anschließend nicht auf das aggressive Spiel des Gegners vorbereitet, hatte keine Lösungen parat. Immer wieder wurden hinten leichtfertig die Bälle verloren. Doch die Jungs sind gut, spielen auf hohem Niveau. Das ist eine gute Erfahrung.“

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Post Author: bewlescip_JS

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